Vor den Toren Dresdens liegt die kleine Elbestadt Pirna. Nicht nur der Schlosspark und das Elbufer sind wunderschön. Die verwinkelten Gassen mit ihren kleinen Cafés und Restaurants in der Innenstadt laden zum Bummeln und Entdecken ein.

 

Pirna liegt am oberen Beginn der Elbtalweitung, wo die Wesenitz und die Gottleuba von Süden in die Elbe münden. Es liegt an der schollentektonischen Nahtstelle von Erzgebirge und Westsudeten, die sich nach Westen zum Grabenbruch des Elbtalkessels weitet. Pirna ist im Norden durch das Westlausitzer Hügel- und Bergland mit der Lausitzer Verwerfung und im Süden durch das Vorland des Osterzgebirges umgeben. Östlich von Pirna durchquert die Elbe das Elbsandsteingebirge in einem Durchbruchstal, das bis in das Stadtgebiet hineinreicht. Pirna wird daher auch das „Tor zur Sächsischen Schweiz“ genannt. Die 1992 eingeweihte Sächsische Weinstraße führt von hier elbabwärts. Pirna ist ein beliebter Ausgangspunkt für ausgiebige Wander- und Klettertouren.

 

Kultur und Freizeit:

Besonders sehenswert ist das Gebiet der historischen Altstadt um Markt und Marienkirche. Sitznischenportale, Brunnenbecken und eine von ehemals drei vor den Stadttoren errichteten kursächsischen Postdistanzsäulen aus der Breiten Gasse, die sich auf der Jacobäerstraße befindet und Zeugen des Gewerbes mit dem Sandstein ist. Canaletto stellte sie auf einem bekannten Gemälde dar. Weitere interessante Häuser neben dem Rathaus sind die Löwenapotheke, das Marienhaus und das Gebäude Markt 3 mit spätgotischem Kielbogenportal. Die dreischiffige Hallenkirche St. Marien wurde zwischen 1502 und 1546 über einem Vorgängerbau errichtet und beeindruckt durch ihre Größe.

 

In Pirna existieren u. a. die Kleinkunstbühne "Q24", die Herderhalle, die Mehrzweckhalle, die zum Herder-Gymnasium gehört, das Tom-Pauls-Theater und der Kabarett- und Kleinkunstverein "Pirnaer Steckmücken e. V.". Neben dem Stadtmuseum sind in Pirna die Botanischen Sammlungen, das Landschloss, das Richard-Wagner-Museum, das DDR-Museum, das Fahrzeugmuseum sowie das Feldbahnmuseum vertreten.

 

Ein Ausflugsziel in Pirna ist der Kies- und Badesee Birkwitz. Außerdem existiert das Hallen- und Freibad "Geibeltbad". Sportvereine sind u. a. der VfL Pirna-Copitz 07, ESV Lokomotive, SV Fortschritt Pirna und der 2012 gegründete 1.FC Pirna. Zudem gibt es die Vereinigung der DLRG, „Obere Elbe“ Pirna sowie mehrere kleinere Sportvereine. In Pirna finden regelmäßig das Stadtfest, der „Pirnaer Tresen“ und die „Pirnaer Hofnacht“ statt. Bei der Hofnacht werden meist private Höfe der Pirnaer Bürgerhäuser geöffnet und ein kulturelles Programm angeboten. Weiterhin gibt es den „Markt der Kulturen“ und das „Strandfest“ am Kies- und Badesee Birkwitz.

 

Infrastruktur:

In Pirna beginnt an der Sachsenbrücke die B 172. Diese führt bis nach Heidenau. Seit 2005 führt die A 17 von Dresden nach Pirna vorbei bis nach Prag. Die Bundesstraße B 172a ist als Autobahnzubringer vierspurig ausgebaut.

 

In Pirna gibt es den Flugplatz Pirna-Pratzschwitz, der große Verkehrsflughafen Dresden liegt etwa 15 km entfernt. Im Elbschiffverkehr verfügt Pirna über eine Anlegestelle der Sächsischen Dampfschifffahrt und über eine Fährverbindung zwischen Pirna und Pirna-Copitz.

 

Der ÖPNV wird zum großen Teil von der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz mbH betrieben. Durch diese gibt es im Stadtverkehr Pirna 7 Linien. Daneben erschließen 16 Linien des Regionalverkehrs die Stadt Pirna und verbinden diese mit dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Weiterhin gibt es im Regionalverkehr eine Linie der Firma Jurk Bad Gottleuba und zwei Linien der Firma Müller Busreisen aus Stolpen.

 

Durch Pirna führt seit 1848 die Elbtalbahn. Pirna hat Anschluss an die Linien S1 und S2 der S-Bahn Dresden mit den Halten am Bahnhof Pirna und am Haltepunk Obervogelgesang (S1). Ab Bahnhof Pirna besteht somit ein angenäherter Viertelstundentakt nach Dresden. Des Weiteren beginnt in Pirna die SB71, welche über Dürrröhrsdorf, Neustadt und Sebnitz bis Bad Schandau fährt.

 

Wirtschaft:

Der Wirtschaftsstandort Pirna entwickelt sich in den letzten Jahren positiv und ist vom Gesundheits- und Sozialwesen, öffentlicher Verwaltung und dem verarbeitenden Gewerbe geprägt. Größter Arbeitgeber der Stadt ist das Klinikum Pirna der Helios Kliniken. Das Klinikum fungiert als Akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Dresdens. Weitere bedeutende Arbeitgeber sind :

 

Seniorenzentrum "Sächsische Schweiz"

LITRONIK Batterietechnologie GmbH

Edelstahlwerke Schmees GmbH

Minda KTSN Plastic Solutions GmbH & Co. KG

FEP Fahrzeugelektrik Pirna GmbH & Co.KG

Chemiefirma Schill+Seilacher

Verwaltung des Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV)

Bundespolizeidirektion Pirna.

 

Der Neubau des derzeit in Bau befindlichen Finanzamtes für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird nach seiner Fertigstellung (voraussichtlich Ende 2016) mit ca. 280 Mitarbeitern ebenfalls ein bedeutender Arbeitgeber in der öffentlichen Verwaltung sein.

 

Bildung (Stand 04/15):

In Pirna gibt es eine vielfältige Bildungs- und Betreuungslandschaft. Die Schulstandorte wurden in den letzten Jahren umfassend modernisiert.

 

Die Stadt verfügt über 17 Kindertagesstätten oder ähnliche Einrichtungen. 6 von 7 Grundschulen bieten Schulhorte. Mehrere Kindertagesstätten wurden in den letzten Jahren neu errichtet bzw. grundlegend saniert. Das Netz der Kindertagesstätten wird von über 20 Tagespflegestellen ergänzt (Stand 04/2015). Schulstandorte befinden sich in der Innenstadt (GS "Gotthold Ephraim Lessing", evangelische GS), in Copitz (Diesterweg GS), auf dem Sonnenstein sowie in den ländlichen Ortsteilen Graupa, Neundorf und Zehista. Neundorf und Zehista. Mit der Oberschule "Johann Wolfgang von Goethe" (Innenstadt), der Oberschule "Carl Friedrich Gauß" (Sonnenstein), der Oberschule "Johann Heinrich Pestalozzi" (Copitz) und einer privaten evangelischen Mittelschule (Südvorstadt) verfügt die Stadt über vier Oberschulen. Hinzu kommen mit dem Herder-Gymnasium (Copitz) und dem Schiller-Gymnasium (Innenstadt) zwei Schulen der Sekundarstufe II.

 

Zudem gibt es das Berufliche Gymnasium für Gesundheit und Sozialwesen, das Berufliche Schulzentrum für Technik und Wirtschaft (Copitz), die "Dr.-Pienitz-Schule" für geistig Behinderte Kinder (Innenstadt), die Schule zur Lernförderung "Kurt Krenz" (Sonnenstein), die Schule für Erziehungshilfe "Dr. Heinrich Hoffmann" (Sonnenstein), die Heilpädagogische Schule (Bonnewitz), die "Academy of European Business" Dr. Hirsch GmbH (Innenstadt), die Berufsfachschule für Altenpflege (Copitz), die Berufsfachschule für Sozialwesen (Copitz), die Musikschule "Sächsische Schweiz" und die Volkshochschule. Die TU Dresden betreibt in einer Außenstelle in Copitz das Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten.